Eiszeiten, Gletscher und die Entstehung fruchtbarer Böden

ca. 600.000 bis 60.000 v. Chr.

Information

Die Sammlung zur Vereins‑ und Dorfgeschichte Westorfs wird fortlaufend erweitert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr; Fehler oder Lücken sind möglich. Hinweise, Korrekturen oder ergänzendes Material (z. B. Dokumente oder Fotos) sind willkommen und können an info@westorf.de übermittelt werden.

Während der großen Eiszeiten schieben sich mächtige Gletscher aus dem Norden bis in die Bentorfer Senke vor. Der Rafelder Berg bleibt dabei eisfrei und markiert eine deutliche Grenze der Vergletscherung. Die zurückweichenden Eismassen hinterlassen Moränen, Geschiebe und Schutt, die die spätere Bodenentwicklung prägen. Ein am Rotenberg gefundener Mammutzahn zeugt von der eiszeitlichen Tierwelt, die hier lebte, lange bevor Menschen die Region erreichten.

Nach dem endgültigen Rückzug der Gletscher setzen starke Winde große Mengen feinen Lehmstaubs – Löss – ab. Besonders zwischen Hohenhausen und Eichholz sowie zwischen Selsen und Rafeld entstehen mächtige Lössdecken, aus denen fruchtbarer Lösslehm hervorgeht. Diese Böden gehören zu den wertvollsten im gesamten Kalletal und bilden später die Grundlage für Ackerbau, Viehzucht und die ersten Hofgründungen in diesem Gebiet.

Quelle: SÜVERN, Wilhelm, 1965. Das Kirchspiel Hohenhausen: Geschichte der Gemeinden Hohenhausen, Bentorf, Brosen und Westorf. Lemgo: Wagner