Ob in der Altsteinzeit tatsächlich Menschen dauerhaft oder regelmäßig im heutigen Kalletal unterwegs waren, bleibt unklar — die Funde reichen nicht aus, um dies sicher zu belegen. Erst mit Beginn der Mittelsteinzeit, nach dem Ende der letzten Eiszeit, wird die Nutzung der Landschaft durch Menschen deutlicher fassbar.
Die Region wandelt sich nun zu einer offenen Waldsteppe, die ideale Bedingungen für mobile Jäger- und Sammlergruppen bietet. Auf den Höhenzügen finden sich fein gearbeitete Feuersteingeräte, die auf saisonale Jagdlager hinweisen. Von den Höhen aus konnten Wildwechsel beobachtet werden, während die Täler Wasser, Schutz und reichlich Wild boten.
Die Funde zeigen: In der Mittelsteinzeit war das Gebiet ein vertrauter und regelmäßig genutzter Lebensraum für kleine Gruppen, die der Tierwelt folgten und die Landschaft intensiv kannten.
Quelle: SÜVERN, Wilhelm, 1965. Das Kirchspiel Hohenhausen: Geschichte der Gemeinden Hohenhausen, Bentorf, Brosen und Westorf. Lemgo: Wagner
