Mit der Gründung der Überlandzentrale in Hohenhausen erreicht der technische Fortschritt auch Westorf. Die ersten Leitungen werden gelegt, und Höfe sowie Wohnhäuser erhalten elektrisches Licht. Hermann Tracht spielt eine zentrale Rolle bei der Einführung der Stromversorgung. Elektrische Motoren ersetzen Handarbeit, Werkstätten modernisieren sich, und das Leben im Dorf verändert sich spürbar. Hierzu mussten Pferdewagen die Kohlen aus Flotho Heranschaffen, das eine kostspielige Angelegenheit war. Zusätzlich kam die Kohle Knappheit der Kriegsjahre. Die lippische Regierung übernahm schließlich im Jahr 1919 das gesamte Netz der nordischen Überlandzentrale und hat es 1920 auf das neu gegründete E-Werk Wesertal in Hameln übertragen. Im gleichen Jahr wurde die 25000 Volt Leitung von Lage nach Hohenhausen in Betrieb gesetzt.
Quelle: SÜVERN, Wilhelm, 1965. Das Kirchspiel Hohenhausen: Geschichte der Gemeinden Hohenhausen, Bentorf, Brosen und Westorf. Lemgo: Wagner
