Der lang gehegte Wunsch des Vereins nach einem Sportplatz in Dorfnähe erfüllt sich Mitte der 1930er Jahre. Im Sommer 1933 beginnt der Bau des neuen Heidestadions. Rund 80 Arbeiter schaffen die Anlage im Rahmen von Notstandsarbeiten innerhalb eines Jahres – in harter körperlicher Arbeit, oft unter glühender Sonne und auf steinigem Untergrund. Etwa 20.000 Tagewerke werden benötigt, da Maschinen wie Bagger noch nicht zur Verfügung stehen. Erde und Steine müssen per Muskelkraft gelöst, in Loren geschaufelt und über Schienen abtransportiert werden.
Große Verdienste erwirbt sich erneut Fritz Jasper, der mit unermüdlichem Einsatz zwischen Westorf und seinen Verhandlungspartnern pendelt und sogar die beim Bau gewonnenen Steine verkauft, um die Kosten für geliehene Arbeitsgeräte zu decken. Auch Bürgermeister August Weege setzt sich trotz Widerständen im Dorfausschuss entschieden für das Projekt ein.
Im Sommer 1934 wird das Heidestadion mit einem vielbeachteten Schlagerspiel zwischen Arminia Bielefeld und dem Luftwaffensportverein Detmold feierlich eingeweiht. In den folgenden Jahrzehnten wird der Platz zum Schauplatz zahlreicher Fußballfeste, besonders in der Zeit der Heideblüte nach dem Zweiten Weltkrieg, die viele Besucher anlocken.
Quelle: Vereinschronik des SV Germania Westorf von 1920 e.V., 1920–2020
