Aussiedlungen und neue Siedlungsachsen

1840 bis 1860

Information

Die Sammlung zur Vereins‑ und Dorfgeschichte Westorfs wird fortlaufend erweitert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr; Fehler oder Lücken sind möglich. Hinweise, Korrekturen oder ergänzendes Material (z. B. Dokumente oder Fotos) sind willkommen und können an info@westorf.de übermittelt werden.

Mit dem starken Bevölkerungswachstum des 19. Jahrhunderts wird der enge Talgrund Westorfs zu klein. Neue Hofstellen entstehen außerhalb des alten Dorfkerns und leiten den Wandel vom geschlossenen Waldtal-Dorf zur weitläufigeren Streusiedlung ein.

Im Hemmensiek wird ein mittelalterlicher Rodungshof wiederbesiedelt — und 1849 wird auch der historische Meierhof Nr. 1 dorthin verlegt, was die Siedlungsachse dauerhaft verschiebt. Weitere Aussiedlungen entstehen:

  • Gehren, wo Hanglagen aus älteren Fluren herausgelöst werden,
  • Höltern und Siekerhau, kleine Stätten in abgelegenen Waldzonen,
  • Santelberg, eine neue Siedlungsachse entlang der Straße nach Talle.

Diese Entwicklungen prägen das Landschaftsbild nachhaltig und markieren den Beginn der Ausdehnung Westorfs in die umliegenden Höhenlagen.

Quelle: SÜVERN, Wilhelm, 1965. Das Kirchspiel Hohenhausen: Geschichte der Gemeinden Hohenhausen, Bentorf, Brosen und Westorf. Lemgo: Wagner