Mit dem starken Bevölkerungswachstum des 19. Jahrhunderts wird der enge Talgrund Westorfs zu klein. Neue Hofstellen entstehen außerhalb des alten Dorfkerns und leiten den Wandel vom geschlossenen Waldtal-Dorf zur weitläufigeren Streusiedlung ein.
Im Hemmensiek wird ein mittelalterlicher Rodungshof wiederbesiedelt — und 1849 wird auch der historische Meierhof Nr. 1 dorthin verlegt, was die Siedlungsachse dauerhaft verschiebt. Weitere Aussiedlungen entstehen:
- Gehren, wo Hanglagen aus älteren Fluren herausgelöst werden,
- Höltern und Siekerhau, kleine Stätten in abgelegenen Waldzonen,
- Santelberg, eine neue Siedlungsachse entlang der Straße nach Talle.
Diese Entwicklungen prägen das Landschaftsbild nachhaltig und markieren den Beginn der Ausdehnung Westorfs in die umliegenden Höhenlagen.
Quelle: SÜVERN, Wilhelm, 1965. Das Kirchspiel Hohenhausen: Geschichte der Gemeinden Hohenhausen, Bentorf, Brosen und Westorf. Lemgo: Wagner
