Dreißigjähriger Krieg: Plünderungen, Verschleppungen und Zerstörung

1618 bis 1648

Information

Die Sammlung zur Vereins‑ und Dorfgeschichte Westorfs wird fortlaufend erweitert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr; Fehler oder Lücken sind möglich. Hinweise, Korrekturen oder ergänzendes Material (z. B. Dokumente oder Fotos) sind willkommen und können an info@westorf.de übermittelt werden.

Der Dreißigjährige Krieg trifft das Kalletal mit voller Härte. Westorf wird mehrfach von durchziehenden Truppen geplündert, Vieh wird geraubt, Felder bleiben unbestellt. Die Bevölkerung leidet unter Hunger, Krankheit und Abgabenforderungen. 1649, kurz nach Kriegsende, vertreiben Westorfer Bauern eine marodierende Bande, die daraufhin zurückkehrt, das Dorf umzingelt und mehrere Männer verschleppt. Die Familien müssen sie für hohe Summen freikaufen. Der große Meierhof Nr. 1 wird zerstört und erholt sich wirtschaftlich nie wieder. Westorf erlebt seine tiefste Krise seit der Gründung.

Quelle: SÜVERN, Wilhelm, 1965. Das Kirchspiel Hohenhausen: Geschichte der Gemeinden Hohenhausen, Bentorf, Brosen und Westorf. Lemgo: Wagner