Germanen und Beginn der Eisenzeit

ab ca. 750 v. Chr.

Information

Die Sammlung zur Vereins‑ und Dorfgeschichte Westorfs wird fortlaufend erweitert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr; Fehler oder Lücken sind möglich. Hinweise, Korrekturen oder ergänzendes Material (z. B. Dokumente oder Fotos) sind willkommen und können an info@westorf.de übermittelt werden.

Mit dem Beginn der Eisenzeit wandelte sich die Lebensweise in der Region grundlegend. Die Cherusker und andere germanische Gruppen drangen aus nördlichen Gebieten vor und erschlossen nach und nach die fruchtbaren Lösshänge am Rafelder Berg sowie die offenen Höhenzüge für Ackerbau und Viehzucht. Neue Werkzeuge und Waffen aus Eisen ermöglichten eine intensivere Nutzung der Landschaft, stärkere soziale Strukturen und eine dauerhaftere Besiedlung.

Das Kalletal war zu dieser Zeit noch von dichten Wäldern und feuchten Bruchlandschaften geprägt, die nur punktuell genutzt wurden. Die Täler dienten als Weideland, während die ausgedehnten Wälder wichtige Jagd- und Holzressourcen boten. Mit dem kühleren und feuchteren Klima dieser Epoche breiteten sich die Wälder weiter über die Höhen aus und prägten das Landschaftsbild nachhaltig.

Quelle: SÜVERN, Wilhelm, 1965. Das Kirchspiel Hohenhausen: Geschichte der Gemeinden Hohenhausen, Bentorf, Brosen und Westorf. Lemgo: Wagner