In den 1920er Jahren erreicht die Modernisierung auch Westorf und seine Umgebung. Neue Buslinien verbinden Hohenhausen mit Lemgo und Vlotho, Straßen werden befestigt, und die Landwirtschaft profitiert zunehmend von Maschinen, die die Arbeit erleichtern.
Ein wichtiges Projekt dieser Zeit ist der Neubau des Kommunalwegs nach Talle. Arbeitslose Ziegler finden hier Beschäftigung, der Amtgemeinderat übernimmt die Hälfte der Kosten, und die Westorfer Arbeiter erhalten einen Stundenlohn von einer Mark. Schritt für Schritt verliert Westorf seine jahrhundertelange Abgeschiedenheit.
1927 wird die Chaussee durch Hohenhausen gepflastert – ein weiterer Meilenstein für bessere Verkehrswege.
Bereits 1925 entsteht zudem der Plan, unterhalb des Lindenkrugs eine Badeanstalt zu errichten, ganz in der Nähe des heutigen Freibads und damit unmittelbar bei Westorf. Im Frühjahr 1926 beginnt der Bau. Das neue Schwimm-, Sonnen- und Luftbad dient der Bevölkerung rund drei Jahrzehnte lang und trägt wesentlich dazu bei, Hohenhausen als Luftkurort bekannt zu machen.
Quelle: SÜVERN, Wilhelm, 1965. Das Kirchspiel Hohenhausen: Geschichte der Gemeinden Hohenhausen, Bentorf, Brosen und Westorf. Lemgo: Wagner
